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Der Bad Leonfeldner

Mittwoch, 10 Januar 2018 07:28

Martin Kral ist Vize-Präsident beim Austria Club of Washington und hier auf „Was tuat si" gibt es den Bericht dazu! Als einer der in verschiedenen Bundesländern Amerikas bestehenden Auslands-Österreicher-Klubs, ist der im Bundesstaat Washington eine typische Mischung aus langjährig angesiedelten Einwanderern, deren oft nur des Englischen mächtigen Familienangehörigen, aber neuerdings auch jüngeren ...

zugewanderten Österreichern. Dieser Klub besteht schon seit 1976, hat 140 Mitglieder, und hält mehrere Festlichkeiten im Jahr ab, zu denen besonders die deutschsprechende Gemeinde eingeladen wird. Der Vorsitz hat als Vize-Präsidenten den gebürtigen Leonfeldner Martin Kral.

Mit guten Verbindungen zu örtlichen Volkstumsgruppen, welche sich öfter im (denkmalgeschützten) German House in Seattles Innenstadt zusammenfinden, wird somit das Volkstum gepflegt. Nach dem jährlichen Mitgliedertreffen im Februar (unterstrichen mit Schmaus und Live Music) folgt ein eleganter Wienerball in einem Golf-Clubhaus. Das Maifest und ein Oktoberfest findet am Nordufer des riesigen Lake Washington statt; die hiesigen Enzian Schuhplattler und die Happy Hans Band treten dann auf. Auch der Nationalfeiertag wird gewürdigt, zumal wir jetzt eine recht active Ehrenkonsulin in unseren Reihen haben. Nicht zu vergessen, das Weihnachtsfest hat Martin wieder auf traditionelle Wege zurückgeführt („kein Ho, ho, ho!" sagt er, „aber ich muss weiterhin den Krampusposten bekleiden".)

Seine lange Karriere als Publizist hat der eifrige und kochfreudige Kral-Sproß damit vereint, indem er neuerdings ein österreichisches Kochbuch (Austrian Cuisine) zusammengestellt hat, welches nun sowohl im Klub, im bayerisch-gestaltetem Ort Leavenworth, Washington, aber auch im Internet erhältlich ist. Der Erlös von solchen Verkäufen soll nun die Klubkassen bereichern. Dass im Buch seine Lieblingsspeisen – Mohnnudeln, Germknödel, Gulasch und Schwammerlsuppe – aufscheinen, ist kein Zufall.

Seattles stark wachsende Wirtschaft wurde früher von den Boeing-Werken bestimmt. Etliche Klubmitglieder kamen somit direkt von der VOEST in Linz nach Amerika. Aber da sich hier auch die Welthauptquartiere von Microsoft, Amazon u.a. IT-Konzernen befinden, stoßen immer mehr österreichische Software-Spezialisten (oft aus Hagenberg) zum Austria Club. Mit einer geografischen Lage, die an das Salzkammergut erinnert, ist das Gebiet um Seattle auch beliebtes Ausflugsziel für aktive Sportler und Wanderer. Der Einfluss dieser Jungfamilien wird auch dem Vereinsleben in Zukunft Positives abgeben.

Hier in Kurzform der Lebenslauf von Martin Kral, welcher bereits im 14. Lebensjahr ausgewandert ist.

Angefangen hat das mit der Einladung meiner Tante zu ihr nach Texas zu kommen und dort die High School zu besuchen. Wir haben dann die Erlaubnis meiner Eltern erwirkt und drei Jahre zum Visumserhalt gewartet.

Bis 1960 Hauptschule Leonfelden, dann Privathandelsschule in Linz.

1961 – Im Juli Abflug von Schwechat nach Houston, TX. Ging dort in Pasadena (jetzt NASA Hauptquartier) in die Schule.

1963 – Rückkehr nach Bad Leonfelden (wo es mir dann zu ruhig war und ich so von Amerika träumte).

1964 – Juli - zurück in die USA, wo ich in Oklahoma bei meiner Englischlehrerin wohnte.

1965 – High School Studium beendet, wollte mich das Militär einziehen. Dem Vietnam-Aufruf lief ich voraus und meldete mich als Freiwilliger zur US-Marine. Die oö Landesregierung gab mir dazu die Erlaubis. Nach Ausbildung wurde ich zu einer Base im Bundesstaat Washington versetzt (wo ich dann auch meine Frau Karen kennenlernte).

1967-68 – Militärdienst in den Aleuten (der baumfreien Vulkan-Insel Adak)

1968-69 – Versetzt auf einen Marinetransporter, sog. Tanklandungsschiff, mit Heimathafen Yokosuka, Japan. War dann 3x in den Gewässern um Vietnam als schwimmende Swift-Boat Base. Meine Ausbildung war im Personalwesen. Wurde dort Maat. Wenn wieder zurück, bereiste ich viele Teile Japans, oft auf eigene Faust.

1969 – Im Juli ausgemustert und begann Fortsetzung meines Universitätsstudiums an Seattles Univ. of Washington. Wurde zuletzt mit Leitung aller Politologie-Assistenten beauftragt und gab Vorlesungen in meinem Fach.

Hochzeit mit Karen im Sommer 1970.

1970-80 – Als Politologe und Osteuropaspezialist an der Universität tätig. Zuletzt Forschungsarbeit mit Bezug auf Minderheitenintegration in Österreich und Slowenien (das nach dem Ortstafelsturm!).

1983 – Begann ich Karriere als pragmatisierter Publizist f. die Stadtverwaltung Seattles. Versprach mir nur das 3 Jahre zu tun. Es wurden 23 Jahre daraus. Ich leitete dabei unsere eigene Druckerei, wurde mit Druckwesen und Grafikerarbeit vertraut. Wir waren auch die erste Abteilung mit PC-Computern im Magistrat. Seither immer mit IT-Technik gut bewandert.

1983 – Unser Sohn Logan kam zur Welt. Er beendet heuer sein Magisterstudium auf der Central Washington University im Cowboy-Städtchen Ellensburg.

1983 bis heute – Redakteur und Autor für das Jahrbuch Dahlias of Today und anderen einschlägigen Publikationen über die Dahlie. Meine neueste Arbeit auf dem Gebiet gilt der empirischen Forschung über die Dahlie im Ursprungsland Mexiko und dann in Europa, sowie Artikel über die Wilddahlien.

2007-2014 – Nach Pensionierung vom Magistrat, wurde von der gemeinnützigen Organisation ARC als Publizist angeheuert, wo ich dann weiterhin diese Tätigkeit im Magistrat (Parks & Recreation) ausübte und dabei auch für Werbung verantwortlich gemacht wurde.

2014 – Karen und ich gingen nun endgültig in Pension. Sie war auch in eine 2. Karriere umgewechselt und verbrachte so 25 Jahre als Sonderschullehrerin hier in Shoreline.

2015 – Gastsprecher am Biologiekongress der Universidad Chapingo in Zentralmexiko. Werde auch in Zukunft diese mexikanische Verbindung weitererhalten und dort auftreten.

Bin weiterhin begeisterter Fotograf und (weniger erfolgreich) Gärtner. Leite den Fotowettbewerb der American Dahlia Society und besitze ein Archiv von mehr als 4.000 Dahlienfotos.

Fast vergessen: Seit 2012 bin ich auch der Herausgeber/Redakteur der Monatszeitschrift des Austria Clubs. 

Weitere Informationen

  • Fotos und Bericht: Martin Kral
Gelesen 2967 mal

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Johann Mülleder Freitag, 12 Januar 2018 22:29 gepostet von Johann Mülleder

    Hallo Büssi-ich habe mich sehr gefreut über diesen Text über deinen Lebenslauf und wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Freude bei den vielen Aktivitäten, die du hoffentlich noch lange weiter machen kannst. Hoffentlich kommst du auch wieder einmal auf Besuch nach Bad Leonfelden.
    Liebe Grüße von deinem Freund Mücki und Traudi

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