Das Heimspiel gegen die SPG Weißkirchen/Allhaming begann zunächst etwas zerfahren, nahm aber rasch an Intensität zu. Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie mit Aktionen auf beiden Seiten, in der beide Mannschaften versuchten, früh Akzente zu setzen.
Die erste Offensivaktion verzeichnete St. Martin bereits in der 6. Minute: Ondrej Bicenc kam zum Abschluss, stellte den gegnerischen Keeper jedoch noch vor keine größeren Probleme. Drei Minuten später dann eine heikle Situation im eigenen Strafraum – nach einem Ausrutscher von Martin Dudak und Keeper Raphael Neumüller konnte Denny Schmid in letzter Sekunde klären und größeren Schaden verhindern.
In der 15. Minute folgte die erste wirklich kritische Aktion: Nach einer Ecke von Weißkirchen gelang es St. Martin nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Es entstand ein Gestocher, bei dem Martin Dudak schließlich auf der Linie rettete. Doch der Druck der Gäste nahm zu. In der 19. Minute krachte ein Distanzschuss der SPG an die Stange, die anschließende Ecke brachte schließlich die Führung für die Zebras: Pollak köpfte am kurzen Eck unhaltbar zum 0:1 ein.
Nach dem Gegentreffer wurde das Spiel für einige Minuten wieder etwas unruhig geprägt von vielen hohen Bällen. Weißkirchen blieb vor allem bei Standardsituationen aber stets gefährlich. Die Gäste agierten einen Tick aggressiver, gewannen insgesamt mehr zweite Bälle und konnten so das Spiel zunehmend an sich ziehen.
Der zweite Treffer fiel nach einem Ballverlust der Hausherren: St. Martin versuchte, sich in einer dicht besetzten Zone spielerisch zu lösen, doch der Ball ging verloren. Ein schneller, vertikaler Pass setzte Spielbichler in Szene, der allein auf das Heimtor zulief und zur 0:2Führung für Weißkirchen abschloss. In dieser Phase tat sich St. Martin schwer, gegen das frühe und sehr aggressive Anpressen der Gäste gefährliche Aktionen zu setzen. Mit dem 0:2 ging es in die Halbzeitpause.
Die Halbzeitansprach schien aber Wirksamkeit gezeigt zu haben. St.Martin kam mit mehr Schwung und Intensität aus der Kabine. In der 47. Minute gelang der verdiente Anschlusstreffer: Der Ball lief im Halbfeld gut über mehrere Stationen von der linken auf die rechte Seite. Der zur Halbzeit eingewechselte Felix Schneitler erhielt die Kugel und brachte diese zur Mitte. Ondrej Bicenc tippte den Ball nur kurz an und Leon Ramelmühler übernahm von ihm. Ruhig und abgebrüht vor Höbarth schob er überlegt zum 1:2 ein.
Nun waren die Hausherren voll im Spiel. In der 55. Minute bot sich Bicenc eine gute Möglichkeit, er zögerte jedoch im Abschluss zu lange. Zwei Minuten später folgte ein wuchtiger Distanzschuss von Marek Kalousek. Ohne Anzeichen übernahm er einen springenden Ball und jagte den Ball aus großer Distanz Richtung Weißkirchner Tor. Der Goalie war aber mit einer schönen Flugeinlage zur Stelle. In der 58. Minute dann die große Ausgleichschance: Nach einer Ecke war Max Jäger am langen Eck im 5er völlig frei, köpfte den Ball aus kurzer Distanz jedoch über das Tor.
Mitten in dieser besten Phase der St. Martiner setzte Weißkirchen den entscheidenden Nadelstich. Nach einer Ecke der Hausherren fing der Gästetorhüter den Ball ab und leitete mit einem weiten Ausschuss den Konter ein. Die Absicherung funktionierte nicht optimal, Dominik Lanzersdorfer unterlief beim Rettungsversuch eine unglückliche Vorlage für Stürmer Ablinger. Der nutzte das eiskalt aus – das bittere 1:3 in der 65. Minute.
Dieser Gegentreffer nahm St. Martin spürbar den Wind aus den Segeln. So blieb es letztlich bei einer 1:3Niederlage für die SU Strasser Steine St. Martin. Ein Ergebnis, mit dem wir nicht zufrieden sein können, denn da wäre am Samstag doch mehr möglich gewesen. Damit bleiben die Heimischen im Frühjahr weiterhin ohne Heimpunkte.
Die Köpfe bleiben jedoch oben: Bereits nächste Woche, Freitag um 19 Uhr, geht es auswärts zu Edelweiss Linz – hoffentlich mit einem gut gefüllten Fanbus im Rücken. Eine Woche später wartet dann der große Schlager gegen Tabellenführer Vorwärts Steyr inklusive 60JahrFeier im Aubachstadion. Ein volles Haus ist zu erwarten – und mit der Unterstützung unserer Fans sollen dort die nächsten Punkte eingefahren werden.
Kopf hoch und voller Fokus auf die kommenden Aufgaben – auf geht’s, St. Martin!
Weitere Informationen
Text: Ulrich Pammer
Fotos: Franz Plechinger

































































