Vor stimmungsvoller Kulisse entwickelte sich im Hofmann Personal Stadion eine erste Halbzeit, die viel Dramatik und Höhepunkte zu bieten hatte. Nach zunächst zerfahrenen Anfangsminuten mit vielen Zweikämpfen und hohen Bällen setzte die WSG den ersten Wirkungstreffer: Nikolai Baden-Frederiksen zirkelte einen Freistoß über die Mauer ins Kreuzeck (15.). Doch der FC Blau-Weiß Linz antwortete postwendend – nur 79 Sekunden später traf Nico Maier nach Kopfballablage per spektakulärem Fallrückzieher zum 1:1-Ausgleich. Die Emotionen gingen noch, unsere Mannschaft war „back on track!
Erneut aber war es Baden-Frederiksen in der 19. Minute, der mit seinem zweiten direkt verwandelten Freistoß, diesmal abgefälscht, binnen weniger Minuten auf 1:2 stellte. Die Gäste blieben vor allem bei Standards brandgefährlich und nutzten ihre Chancen eiskalt, während unsere Elf mit viel Einsatz dagegenhielt und immer wieder den Weg nach vorne suchte. In einer hektischen und umkämpften Phase mit zahlreichen Fouls und Diskussionen versuchte die Elf von Michi Köllner noch vor der Pause zurückzuschlagen. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff fixierte Baden-Frederiksen mit einem satten Linksschuss ins Kreuzeck zum 1:3 seinen Hattrick (45.+1). Mit diesem bitteren Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit reagierten beide Trainer personell, ehe unsere Mannschaft unbedingt noch einmal herankommen wollte. Und die Hausherren kamen früh zurück: Nach VAR-Check zählte der Treffer von Simon Seidl (52.), der eine sehenswerte Kombination zur 2:3-Anschlussmarke abschloss. Die Partie war nun völlig offen, Blau-Weiß drückte mit viel Moral auf den Ausgleich, agierte im letzten Drittel jedoch zu ungenau. Unser Gegner zog sich phasenweise in einen kompakten Block zurück, blieb aber über Konter gefährlich – Hinterseer vergab aus aussichtsreicher Position knapp (54.).
In der Schlussphase entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch vor gut 5.000 Zuschauern. Während die Linzer mit frischen Kräften alles nach vorne warfen, verteidigten die Tiroler leidenschaftlich und routiniert. Die größte Chance auf den Ausgleich hatte Ronivaldo in der 90. Minute, doch sein Kopfball landete in den Armen von Keeper Stejskal. In einer hektischen Nachspielzeit ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Am Ende musste sich Blau-Weiß trotz großer Moral mit 2:3 geschlagen geben.
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Text: FC Blau Weiß Linz
Fotos: Franz Plechinger und Martin Gaisbauer
























































































