Auch in diesem Jahr führte der OÖ Zivilschutz in den Wintermonaten wieder die Überprüfung der Warnwesten-Tragehäufigkeit durch. Dabei besuchten die ehrenamtlichen Zivilschutzbeauftragten stichprobenartig die Volksschulen und belohnten diejenigen Erstklässler, die eine Warnweste anhatten.
Die diesjährige Nachhaltigkeitsüberprüfung ergab eine Tragehäufigkeit von 64,8% in ganz Oberösterreich. „Das ist ein tolles Ergebnis, vor allem wenn man bedenkt, dass die Überprüfung im Jahr 2025 eine Tragehäufigkeit von 44,4% ergab“, freut sich OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, der die Steigerung gleichzeitig relativiert. „Dieses Resultat ist jährlichen Schwankungen unterworfen und darf nicht als Trendwende interpretiert werden, auch wenn wir es heuer sehr positiv sehen. Zudem appellieren wir weiter an die Erziehungsberechtigten, den Schülern die Weste anzuziehen und sie für das Thema zu sensibilisieren. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Warnwesten nicht nur am Schulweg, sondern auch im Straßenverkehr in der Freizeit getragen werden!“
Ergebnis in Urfahr-Umgebung
Im Bezirk Urfahr-Umgebung wurde eine Tragehäufigkeit von 62,2% erreicht. „Ich freue mich, dass weit mehr als die Hälfte der Kinder eine Warnweste anhatten, aber es ist ein Resultat, auf dem wir uns nicht ausruhen wollen. Wir werden weiterhin einen Schwerpunkt auf dem Thema Sicherheit im Straßenverkehr legen. Auch wenn die Schüler meist reflektierende Streifen bzw. Anhänger an der Schultasche oder der Kleidung haben, ersetzen diese doch nicht die signalgelbe Warnweste“, sagt Urfahr-Umgebungs-Zivilschutz-Bezirksleiter Reinhold Peherstorfer.
Auch in diesem Jahr erklärten wieder viele Schüler und Lehrer bei der Nachhaltigkeitsüberprüfung, dass die Kinder immer mehr mit dem Auto zur Schule gebracht werden und deswegen die Warnweste nicht anhaben.
Bei der Überprüfung wurden die Kinder von den Zivilschutzbeauftragten motiviert, die Warnweste zu tragen. Jene Schüler, welche die Schutzwesten an diesem Tag anhatten, wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt, die Kinder, die die Weste an dem Tag nicht dabeihatten, erhielten die Belohnung, wenn sie den leuchtgelben Überwurf am Folgetag ebenfalls verwendeten.
Ehrenamtliche Tätigkeit
Die Nachhaltigkeitsüberprüfung wird jährlich stichprobenartig vom OÖ Zivilschutz in den Wintermonaten bis zum Frühjahr durchgeführt. Um den Kindern die Wichtigkeit der Warnweste, wird ein Foto von den Schülern im abgedunkelten Raum ohne Blitz gemacht. Danach ein Foto mit Blitz, denn darauf sind die reflektierenden Streifen der Westen sehr gut zu erkennen. Dies veranschaulicht, wie gut ein Autofahrer die Kinder mit der Warnweste im Dunkeln sieht.
„Wir danken allen Zivilschutzbeauftragten, die in ihrer Freizeit, in den Morgenstunden, diese Überprüfung durchgeführt und so noch einmal die Wichtigkeit der Warnweste betont haben“, so Bezirksleiter Peherstorfer.
In den nebeligen und dämmrigen Herbst- und Wintermonaten ist die Warnweste besonders wichtig. Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Kinder für die Autofahrer besser sichtbar wären. „Mit der Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter.“, sagt Zivilschutz-Bezirksleiter Peherstorfer, „Dementsprechend wichtig ist die Vorbildwirkung bei Eltern und Lehrer. Auch diese sollten eine Warnweste oder reflektierende Armbänder nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind.“
Neben dem Tragen der Warnweste oder rückstrahlender Kleidung ist es außerdem wichtig, dass Eltern den Schulweg mit ihrem Kind üben und sie über mögliche Risiken im Straßenverkehr umfassend informieren.
Text und Foto: Reinhold Peherstorfer







