Es gibt kaum ein Kirchenfest im Jahreskreis wie Fronleichnam das so viele Gläubige, Vereine und Formationen anzieht. Fronleichnam ist das Hochfest des Leibes und Blutes Christi welches hierorts in der Pfarre Reichenau gefeiert wird. Der religiöse Festtag fand heuer bei herrlichem Wetter innerhalb der Mauern der Burgruine statt und wurde nach dem Einzug in die Burg mit der einleitenden Festmesse begonnen.
Die Fronleichnamsprozession selbst und das innehalten an den Altären fand im Burghof statt. Heuer hat man sich bei den Altären hauptsächlich dem Thema Ehrenamt und die Rolle der Frau in der Kirche gewidmet. Auch die Volksschüler leisteten einen Beitrag über eine Charity Aktion.
Dass die Christliche Hoffnung auch in der Pfarre Mühlviertel-Mitte gelebt wird brachten die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde zum Ausdruck. Die Monstranz die unter dem sogenannten Himmel von Mitgliedern der Marktkommune getragen wird spielt bei der Segnung der Pfarre dabei eine besondere Rolle.
Auch die Birken spielen eine wesentliche Rolle. Die geweihten Birkenzweige sollen Schutz, Segen und für die Landwirte eine ertragreiche Ernte bringen. Die schön gebundenen „Kranzel“ werden gerne von den Kindern getragen und haben ursächlich die Bedeutung, dass man z. B. diese vor das Kammerfenster, hinter die Kruzifixe und Heiligenbilder oder aufs Dach als Schutz gegen Blitzschlag gehängt hat. Bei den Raunächten bekam das Vieh kleine Gaben der getrockneten Blumen um Viehkrankheiten abzuwenden. Nach dem Umzug wurde der Himmel und die Monstranz von der Burg weg wieder in Pfarrkirche getragen.
Text und Foto: Josef Reingruber






































