Gelungene WM-Generalprobe

Das Nationalteam feiert eine gelungene Generalprobe für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die ÖFB-Auswahl besiegt Tunesien im letzten Test vor der Endrunde 1:0. Marcel Sabitzer trifft vor 35.100 Zuschauer:innen im von Raiffeisen präsentierten Länderspiel im Ernst-Happel-Stadion. Konrad Laimer sieht in der 38. Minute wegen eines Handspiels Rot.
David Alaba führt das Team als Kapitän auf das Feld. Weiters vertraut Ralf Rangnick in seiner Startelf auf Alexander Schlager, Stefan Posch, Philipp Lienhart, Konrad Laimer, Nicolas Seiwald, Xaver Schlager, Romano Schmid, Michael Gregoritsch, Marcel Sabitzer und Marko Arnautovic.
Österreich legt bei rund 20 Grad Außentemperatur konzentriert los und versucht vorne die ersten Nadelstiche zu setzen. Marko Arnautovic lässt prallen, Marcel Sabitzer kommt am Sechzehner zum Abschluss, doch sein Versuch fällt zu zentral aus (4.). Die in rot-schwarz spielende ÖFB-Auswahl gibt weiter den Ton an, zwingt Tunesien immer wieder in die Rückwärtsbewegung. Beim letzten Pass fehlt allerdings noch die Genauigkeit.In der 12. Minute wird dann der Gegner erstmals gefährlich. Hannibal schlägt einen Freistoß aus spitzem Winkel zur Mitte, der Ball segelt über Alexander Schlager hinweg und geht an die Latte.
Auf der Gegenseite bringt Marko Arnautovic das Spielgerät nach einer Kopfballablage von Michael Gregoritsch in aussichtsreicher Position nicht mehr unter Kontrolle (15.). Wenige Augenblicke später sind die Tunesien erneut im Alu-Pech. Hannibal bringt den Ball zur Mitte und Firas Chaouat spitzelt ihn an die linke Stange (18.).
Die Partie kommt immer mehr in Fahrt, geht nun in beide Richtungen. Etwas mehr Spielanteile hat aber weiter Österreich. Konrad Laimer bringt nach einer von Marcel Sabitzer getretenen Ecke nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (29.). Der große Dämpfer für das Nationalteam folgt.
Konrad Laimer ist nach einem tiefen Zuspiel mit der Hand dran. Schiedsrichter Jérémie Pignard sieht nach der Überprüfung des Videomaterials die Verhinderung einer klaren Torchance und zeigt Rot (38.).
Den fälligen Freistoß setzt Anis Ben Slimane an die Unterkannte der Latte, anschließend klärt Philipp Lienhart (38.). In Überzahl zeigen sich die Tunesier giftig, es geht aber ohne Treffer in die Kabinen.Die erste gute Gelegenheit in Hälfte zwei gehört der ÖFB-Auswahl. Der eben eingewechselte Sasa Kalajdzic probiert es aus halbrechter Position, doch der Ball geht hauchdünn an der linken Stange vorbei (48.). Die Rangnick-Elf spielt weiter mutig nach vorne, dringt immer wieder in das letzte Drittel des Gegners ein. Ein Freistoß von Marco Friedl verfehlt die lange Ecke (58.).
Die starke Phase wird belohnt. Carney Chukwuemeka steckt auf der rechten Seite ideal auf Stefan Posch durch, der legt quer und Marcel Sabitzer schiebt flach in die kurze, rechte Ecke zum 1:0 ein (63.).
Kurz darauf trifft auch Österreich Aluminium – und zwar gleich doppelt. Marco Friedl schießt an die linke Stange, Stefan Posch setzt den Abpraller aus kurzer Distanz an die Latte (66.).Die Tunesier können sich offensiv kaum in Szene setzen. Kommen die Nordafrikaner nach vorne, steht die ÖFB-Defensive sattelfest. Die Zeit läuft von der Uhr, ohne dass Gefahr aufkommt.
Ein Freistoß von Ali Abdi fällt deutlich zu hoch aus (85.). In der 93. Minute läuft Marcel Sabitzer noch alleine auf das gegnerische Tor zu, wird im letzten Moment aber noch entscheidend gestört. Es bleibt beim 1:0. Damit feiert Österreich den dritten Sieg im dritten Spiel des Jahres 2026. Dazu ist die Rangnick-Auswahl jetzt schon das 14. Heimspiel in Folge ungeschlagen, womit der Rekord ausgebaut wird.
Nach zwei freien Tagen wird das Nationalteam am Donnerstag, 4. Juni in die USA abheben, um das Basecamp in der Region Santa Barbara zu beziehen. In der Gruppe J der Endrunde warten Duelle mit Jordanien (Mittwoch, 17. Juni, 6:00 Uhr MESZ | LIVE in ORF 1), Argentinien (Montag, 22. Juni, 19:00 Uhr MESZ | LIVE in Servus TV) und Algerien (Sonntag, 28. Juni, 4:00 Uhr MESZ | LIVE in ORF 1).
Neben den Gruppen-Ersten und -Zweiten steigen beim neuen WM-Format mit 48 Teams auch die acht besten Dritten auf.

Text: ÖFB

Fotos: Martin Gaisbauer

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