Seit fast 30 Jahren ist das Sonnwendfeuer der Sektion Rad und der „Wire Donkeys“ der UNION ReichenauHaibach-Ottenschlag ein fester und beliebter Bestandteil im Veranstaltungskalender der Region. Immer wieder, wenn sich der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres ankündigen, versammeln sich Jung und Alt beim „Weideder“ in der Gemeinde Haibach, um gemeinsam das traditionelle Sonnwendfeuer zu feiern. In diesem Jahr waren rund 300 Personen gekommen, um dieses besondere Ereignis in geselliger Runde zu erleben. Unter den Gästen wurde auch UNION Obmann Arnold Hießl gesehen. Die Sonnenwende markiert seit jeher einen bedeutenden Wendepunkt im Jahreslauf. Die Sonne steht am Himmel an ihrem höchsten Punkt, danach werden die Tage wieder kürzer. Dieses Ereignis symbolisierte für unsere Vorfahren nicht nur den Höhepunkt des Sommers, sondern auch Hoffnung, Neubeginn und Fruchtbarkeit. Das Anzünden eines Feuers zur Sonnenwende ist ein altes Brauchtum, das Licht, Wärme und Schutz verkörpert – zugleich wird mit der Flamme die Kraft der Sonne geehrt und beschworen. Das Verbrennen des „Sonnwendhansl“ bei den Sonnwendfeuern ist ein symbolischer Ritus, um Altes loszulassen, sich zu reinigen und das Böse zu vertreiben – damit das neue Sonnenjahr gut beginnt. Neben dem imposanten Flammenmeer genossen die Besucher die stimmungsvolle Atmosphäre bei kühlen Getränken und leckeren Pizzas und Bratwürstel. Bis spät in die Nacht heizte ein DJ die Stimmung weiter an, sodass bis weit nach Mitternacht gefeiert wurde. Sektionsleiter Markus Mair und sein Team zeigten sich rundum zufrieden mit dem Verlauf des Abends. „Es freut uns sehr, dass so viele Menschen – vom Kind bis zum Senior – zusammengekommen sind, um diese alte Tradition zu pflegen und dabei eine schöne Zeit zu haben“, so Mair. Die erfolgreiche Durchführung über fast drei Jahrzehnte hinweg zeige, wie wichtig und lebendig diese Tradition in der Gemeinschaft ist.
Text und Foto: Josef Reingruber


































