Neues Notarzteinsatzfahrzeug

Wer die Rettung anruft, kann sich drauf verlassen: Innerhalb kurzer Zeit ist Hilfe vor Ort. Damit Notfallpatienten bestmöglich versorgt werden können, braucht es mehr als eine schnelle Anfahrt. Auch die Helfenden selbst benötigen die beste Ausrüstung, die möglich ist. Auch im Bezirk Rohrbach wird das neue System schrittweise hochgefahren.
Der moderne Arbeitsplatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst hat mit dem von vor 30 Jahren kaum noch was gemein. Modernste Fahrzeuge und Geräte sind längst Standard. In Oberösterreich haben Fahrzeugentwicklungen höchste Priorität: Selbst bei neuen Rettungstransportwägen (RTW) werden laufend Verbesserungen gesucht und Lösungen gefunden. Der RTW 2.0 ist ein Resultat aus zahlreichen Rückmeldungen aus den Bezirken, darunter ergonomische Arbeitsplätze und vollelektrische Krankentragen. Dieses Fahrzeug ist seit Anfang November an der Ortsstelle in Rohrbach im Einsatz und mit einem Notfallsanitäter und einem Lenker (Führerscheinklasse C) besetzt.
SEW N und RTW
Im Flächenbezirk Rohrbach mit seinen 10 Ortsstellen kommen neben dem zentral an der Ortsstelle in Rohrbach positionierten Rettungstransportwagen (RTW) derzeit 3 sogenannte SEW N (Notfall) zum Einsatz. Diese Rettungswägen sind mit einem Notfallsanitäter besetzt und mit einem Patientenmonitor (Corpuls 3) ausgestattet. Stationiert sind diese in Ulrichsberg, Neufelden und St. Veit. Voraussichtlich Ende 2026 kommt im Endausbau auch Hofkirchen dazu. All diese Fahrzeuge werden von der Leitstelle Linz-Mühlviertel vor allem für Notfälle auch überregional eingesetzt. Notfallsanitäter besitzen eine Zusatzausbildung und haben im Rahmen strenger Richtlinien mehr Kompetenzen in der Patientenversorgung, wie zum Beispiel Medikamentengabe oder das herstellen eines Venenzugangs.
Neues Notarzteinsatzfahrzeug
Ende November wurde das Trägerfahrzeug des Notarzdienstes Rohrbach auf einen neuen VW Amarok, basierend auf einem Ford Ranger getauscht. Neben dem neuen, leistungsstarken Fahrzeug mit entsprechend moderner Ausstattung wurden auch wesentliche Geräte zur Patientenversorgung erneuert. Das ausgeschiedene NEF kommt nach einigen Adaptierungen als Zugfahrzeug für die Anhänger im Katastrophenhilfsdienst zum Einsatz.
Viel Technik für die Patienten
Ein hochmodernes Gerät, ein Multiparametermonitor, zeichnet die Vitaldaten von Notfallpatienten auf und schickt diese in das Krankenhaus – noch während der Rettungswagen dorthin unterwegs ist. Für Schlaganfallpatienten wird mittels Digitalanbindung bereits im Spital alles vorbereitet, um wertvolle Sekunden vor der Behandlung zu sparen: Technik kann Leben retten – das ist die eine Seite.
Ein moderner Arbeitsplatz für die Helfer
Auf der anderen Seite stehen die Rettungs- und Notfallsanitäter sowie die Lenker. Ihr Arbeitsplatz ist hauptsächlich der Rettungswagen. Ihre Arbeitsbedingungen stehen bei Neu- und Weiterentwicklungen ebenfalls im Fokus: Die Trage befindet sich im RTW in der Mitte, sodass der Patient gleichzeitig von drei Seiten versorgt werden kann. Im vorderen Teil des Patientenraumes wurde der Arbeitsbereich vergrößert – dort werden Medikamente, Verbände und medizinisches Material vorbereitet. Spezielle Raupentragestühle bringen Patienten sicher über Treppen zum Fahrzeug. Elektrische Tragen, die die schwere Hebearbeit erleichtern, gehören in allen RTW und Intensivtransportfahrzeugen (ITF) zum Standard. In Oberösterreich sind derzeit 17 elektrische Tragen im Einsatz (zwölf in RTW und fünf in ITF), 2026 kommen sechs weitere dazu.

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Text: Dieter Fuchs
Fotos: RK Rohrbach