Freistoßtor entscheidet das Spiel

Bei bestem Fußballwetter führte das Schiedsrichtergespann um Fr. Lisa Haunschmid die Teams der SU Strasser Steine St. Martin und der Union Unis Gschwandt vor über 400 Zusehern aufs Feld. Kapitän der Heimmannschaft war Thomas Pfoser, welcher das Jubiläum von 400 Einsätzen feiern durfte – eine Zahl die nur wenige erreichen. Nach ein paar Worten der sportlichen Leitung aus St. Martin über den Jubilar, konnte das Spiel also beginnen.
Bereits nach sieben Minuten tauchte mit der ersten Chance Nedim Rizvanovic vor Torhüter Neumüller auf und konnte gezielt vollstrecken. Einen Start den sich die Heimmannschaft wohl anders vorgestellt hatte.
Es entwickelte sich eine chancenarme erste Hälfte, die durch viel Mittelfeldgeplänkel geprägt war. In Minute 31 und 35 konnte Gschwandt sich zweimal Richtung Tor der Aubachkicker durchsetzen, blieb jedoch im Abschluss erfolglos.
Bei unserer Mannschaft fehlte die Konsequenz im Angriffsdrittel. Der berühmte letzte Ball wurde mehrmals verabsäumt und so beendete Schiedsrichterin Haunschmid die ersten 45 Minuten mit dem Stand von 0:1.
Trainer Wiesinger sah keinen Grund zur Veränderung und schickte die gleichen elf Mannen zurück aufs Feld. In Minute 49 war es dann Marek Kalousek, der den Torerfolg selbst von der rechten Seite einleitete. Mit einer schönen Kombination über mehrere Stationen bahnte er sich den Weg durch den Gschwandter Abwehrverbund und fand sich in aussichtsreicher Position wieder. Er schaute kurz auf und vollendete überlegt mit seinem linken Fuß aus über 20 Meter im Tor.
Infolge des Ausgleichs konnten sich die St. Martiner Jungs immer mehr ein Chancenplus erarbeiten, blieben aber vor dem Kasten der Huemer Elf erfolglos. Das Runde wollte nicht ins Eckige. Da wir schon bei den Fußballweisheiten sind, können wir hier auch gleich die nächste aufgreifen: Die Tore, die du nicht machst, bekommst du. Genau so war es dann zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld setze Antonov einen Kopfball schön ins Eck. Torhüter Neumüller konnte nicht mehr entscheidend eingreifen und so konnten die Jungs aus dem Salzkammergut ein zweites Mal an diesem Nachmittag jubeln. In der Nachspielzeit noch einmal eine Chance für St. Martin – doch Max Jäger bugsierte den Ball am Gehäuse vorbei und so blieb es beim Auswärtserfolg für die Gäste. Nicht unverdient, konnten die Mannen vom Traunsee doch immer wieder Nadelstiche Richtung Tor der Heimelf setzen. Im Abstiegskampf befindend, ein Auswärtserfolg, der durch den aufopferungsvollen Einsatz wohl auch nicht ganz ungerecht ist.

Text: Markus Weinbauer
Fotos: Franz Plechinger