Vor rund 5.300 Zuschauern erwischte unsere Mannschaft einen sehr engagierten Start und setzte die Gäste aus der Messestadt in der Anfangsphase mit viel Tempo unter Druck. Die Unterstützung von den Rängen war von Beginn an deutlich zu spüren. Bereits in der 3. Minute musste die Welser Defensive einen Abschluss von Ronivaldo in höchster Not vor der Torlinie klären. Auch danach blieben die Linzer offensiv präsent, konnten ihre Möglichkeiten jedoch nicht in einen Treffer ummünzen.
Ab der 16. Minute fand die Hertha besser ins Spiel, agierte zunehmend selbstbewusster und schlug in der 21. Minute eiskalt zu. Nach einem Konter über die rechte Seite zog Sebastian Malinowski nach innen und traf zum 0:1. Die Königsblauen bemühten sich um die schnelle Antwort, fanden gegen die nun gut organisierte Welser Defensive aber kaum zwingende Lösungen. Die Gäste verteidigten clever, ließen den Ball phasenweise sicher laufen und kamen selbst noch zu einigen Konterchancen. Mit dem Rückstand ging es schließlich in die Pause.
Zweite Halbzeit
Trainer Michael Köllner reagierte und brachte zur Pause gleich drei neue Spieler: Erik Weinhauer, David Riegler und Neuzugang Diego Madritsch kamen ins Spiel. Die Wechsel zeigten Wirkung – Blau-Weiß startete mit deutlich mehr Druck in den zweiten Durchgang und drängte auf den Ausgleich. Die Fans auf den Rängen wurden dabei zu einem wichtigen Faktor und sorgten für einen echten Hexenkessel.
In der 53. Minute lag der Ausgleich bereits in der Luft: Ronivaldo wurde mustergültig bedient, doch Wels-Schlussmann Schröcker verhinderte mit einer starken Parade zunächst den Treffer. Die Elf von Michael Köllner ließ sich davon nicht beirren und wurde in der 61. Minute belohnt. Nach einem Eckball verschätzte sich Schröcker, David Riegler war zur Stelle und nutzte den Fehler zum 1:1.
Nun übernahmen wir endgültig das Kommando. Der Druck auf die Hertha-Defensive wurde immer größer und in der 74. Minute drehte Ronivaldo die Partie. Nach einem Ballverlust der Heinle-Elf wurde er perfekt in Szene gesetzt und schloss eiskalt zur 2:1-Führung ab. Die Stimmung im Stadion war am Siedepunkt. Nur drei Minuten später folgte der nächste Treffer: Erik Weinhauer bediente Anton Tsarenko mustergültig, der den Welser Schlussmann verlud und auf 3:1 erhöhte.
Wels versuchte nochmals zu reagieren und kam in der Schlussphase zu einzelnen Möglichkeiten, doch die Linzer Defensive ließ nichts mehr anbrennen. In der 86. Minute setzte Erik Weinhauer schließlich den Schlusspunkt. Nach einem Fehler der Gäste blieb er aufmerksam, rutschte in den Ball und drückte ihn zum 4:1 über die Linie.
Starke Reaktion vor heimischer Kulisse
Was zur Pause noch nach einem schwierigen Nachmittag aussah, entwickelte sich dank einer starken zweiten Halbzeit zu einem klaren Heimerfolg. Die drei Wechsel von Michael Köllner gaben der Mannschaft neuen Schwung und waren ein wichtiger Impuls für die Aufholjagd. Gemeinsam mit den rund 5.300 Fans im Stadion drehte Blau-Weiß die Partie und belohnte sich nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg.
Text: FC Blau Weiß Linz
Fotos: Franz Plechinger und Martin Gaisbauer

































































