Reichenau feiert Erntedank


Seit mehr als 150 Jahren lässt sich der Brauch nachweisen, dass am Erntedankfest aus Getreideähren eine große Krone gebunden wird. Diese wird in einem festlichen Umzug in die Kirche gebracht und dann gesegnet. Man dankt für „unser tägliches Brot“ und meinen damit alles, was wir benötigen, um leben zu können. Musikkapelle, Kindergartenkinder und SchülerInnen, MinistrantInnen, zahlreiche Vereine, die Bürgermeister sammelten sich zum Einzug in die Kirche bei der Volksschule. Und groß war auch heuer wieder der Festzug von der Volksschule bis in die Pfarrkirche Reichenau. Die „Kleinsten“ leiteten dann den Gottesdienst mit einem Dankeslied ein.
Die Landjugend gestaltete den Gottesdienst mit Texten der auch die große Dürre im heurigen Jahren beinhaltete. Ein besonderes Ereignis war an diesem Sonntag der Beitritt als Pfarre zum Klimabündnis Oberösterreich. Lucia Göbelsberger von der Diözese und Simone Hinterhölzl Thumfart vom Klimabündnis OÖ. überbrachten die Beitrittsurkunde mit verbindenden Worten. Der Beitritt zum Klimabündnis ist das offizielle Statement, dass die Pfarre schöpfungsverantwortlich handelt und Bewusstseinsbildung für ein enkeltaugliches Leben betreiben wird. Das Dürrejahr und der Klimawandel wurden auch durch Darstellungen bei den Seitenaltären zum Ausdruck gebracht wo einerseits der zerklüftete Boden und andererseits der Wohlstand bei normaler Witterung gegenüberstanden.
Die Landjugend war wieder Hauptakteur dieses Festes. Nicht nur das Binden der Erntekrone, auch die Gottesdienstgestaltung und die Grillerei beim anschließenden Pfarrfrühschoppen werden von den vielen Mädchen und Burschen bewältigt.
Seelsorger Robert Seyr freute sich nicht nur über eine gefüllte Kirche die bei weitem nicht alle Besucher fassen konnte, sondern auch über ein reges Treiben am Pfarrvorplatz beim Pfarrfrühschoppen bei dem die Musikkapelle wieder groß aufspielte. In einem kleinen „Wettbewerb“ eiferten die BürgermeisterIn der drei Gemeinden Katharina Kaltenberger aus Ottenschlag, Peter Paul Rechberger aus Reichenau und Dietmar Leitner um die Ehre des besten „Amateurdirigenten“. Der Alpenverein Altenberg wartete wieder mit einer Attraktion auf. Man konnte sich aus rund 20 Meter Höhe vom Kirchturm abseilen lassen was vor allem bei den Kids sehr gut ankam. Zahlreiche Helfer waren an diesem pfarrlichen Fest im Einsatz

Bericht: Simone Hinterhölzl-Tumfart
Foto: Josef Reingruber

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