Nichts für schwache Nerven war das Bezirksliga-Derby zwischen Wippro Vorderweißenbach und dem SV Haslach: Nach turbulenten 94 Minuten gingen die Hausherren in diesem mit einem 4:2 (1:1) als Sieger vom Platz. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf allerdings nur bedingt wider. Beide Teams lieferten sich bei schwierigen, weil nach einem heftigen Gewitterregen tiefen Platzverhältnissen, einen Fight mit offenem Visier. Bei diesem erwischten die Gäste den besseren Start und ließen gleich in den Anfangsminuten zwei Topchancen liegen. Die Hausherren waren bei ihren ersten Gelegenheiten effizienter: Zuerst zimmerte Nico Katzmayr den Ball aus kurzer Distanz ans Lattenkreuz – und dann bugsierte Wendelin Wolfmayr das Spielgerät nach einer sehenswerten Flanke von Julian Raab per Kopf zum 1:0 in die Maschen (11.). Haslach ließ sich davon nicht beirren und schlug wenig später zurück: Die UVW-Defensive vertändelte auf der rechten Seite den Ball – und Hackl sorgte in Minute 22 für den Ausgleich. Nach weiteren guten Sitzern hüben wie drüben, die u.a. am Aluminium landeten, nahm die Partie mit dem Beginn der zweiten Hälfte sofort wieder Fahrt auf: Zuerst scheiterte Haiböck mit einem Elfmeter am gut disponierten Gästekeeper, dann sah Gimpl wegen einer angeblichen Chancenverhinderung als letzter Mann Rot. Dabei blieben die Hausherren nicht lang in Unterzahl: Nach einer Unsportlichkeit wurde auch Weichselbaumer auf Seiten der Gäste mit der Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche geschickt. Dem Offensivdrang taten diese Ausschlüsse keinen Abbruch: in Minute 86 brachte neuerlich Hackl Haslach mit einem entschlossenen Antritt 2:1 in Führung, die Tsopa praktisch im Gegenstoß egalisierte: Sein Schuss aus 25 Metern wurde unhaltbar zum 2:2 abgefälscht. Als die 250 Fans in der Wippro-Arena bereits mit einem Remis rechneten, schlugen die Gastgeber völlig unerwartet noch zweimal zu: Zuerst traf Svoboda zum 3:2 – und praktisch mit dem Schlusspfiff machte neuerlich Tsopa den Sack zum letztlich doch noch deutlichen Derbysieg endgültig zu.
Text: Bernhard Haudum
Fotos: Martin Gaisbauer



















































